A4a: Projekt Hirzeltunnel

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RMN
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A4a: Projekt Hirzeltunnel

Beitrag von RMN » Mi Jan 24, 2007 12:27 am

Das sieht mir mal wieder nach einem grossen Flickwerk aus.
Man sollte diese Strecke so konzipieren damit sie im Bedarfsfall auf eine Autobahn ausgebaut werden kann.
Viel Spass wenn der Tunnel gebaut ist so wie das aussieht fliesst immernoch alles auf den Kreiselsihlbrugg. Dort solllte unbedingt ein Niveaufreier Anschluss gebaut werden nur dann hilft der Tunnel das Verkehrschaos zu reduzieren.
Was die Variante C4 sollte gleich schon mal gestrichen werden.
So wie es auf diesem Plan aussieht könnte es später auch schwierig werden ein Autobandreieck Wädenswil zu bauen wenn der Tunnel so weit oben endet. So bitte nicht!

Auf http://www.20min.ch habe ich gelesen dass der Tunnel bereits 2010 fertig sein soll. Dies kann ich mir nun beim besten willen nicht vorstellen.
Zürich und Zug empfehlen Hirzeltunnel mit einer Röhre
Die verkehrsgeplagte Gemeinde Hirzel soll durch einen zweispurigen Strassentunnel zwischen Sihlbrugg und dem Autobahnanschluss Horgen entlastet werden. Das empfehlen die Kantone Zürich und Zug in einem Positionspapier. Nach der Vernehmlassung wird über das weitere Vorgehen entschieden.

Im Richtplan des Kantons Zürich ist er nach wie vor eingezeichnet: der Hirzel-Strassentunnel als Verbindung zwischen der A3 bei Wädenswil/Horgen und der Zentralschweiz. Im Richtplan des Kantons Zug dagegen fehlt das entsprechende Verbindungsstück. Daher beauftragte der Bundesrat die beiden Kantone Zürich und Zug, die Linienführung des geplanten Hirzeltunnels genauer abzuklären. Zug sollte zudem aufzeigen, wie die neue Verbindungsstrasse auf seinem Kantonsgebiet weiterzuführen ist.

Hauptstrasse mit Gegenverkehr

Eine breit angelegte Analyse bestätigt die Notwendigkeit, die heutige Verbindung zwischen den Autobahnen A3 und A4 über den Hirzel durch eine Tunnelstrecke zu entlasten, unabhängig davon, dass die Verkehrsdichte in Hirzel mit der Inbetriebnahme der Knonaueramt-Autobahn Anfang 2010 möglicherweise abnehmen wird.

Konkret werden eine zweispurige Hauptstrasse mit Gegenverkehr und eine Tunnelröhre ausreichen, um den Verkehr auf lange Sicht zu bewältigen. Die Projektverantwortlichen rechnen mit Kosten von rund 275 Millionen Franken.

Zur Diskussion standen auch zwei- und vierspurige Hochleistungsstrassen mit einer und zwei Tunnelröhren. Sie erwiesen sich in der Analyse jedoch als überdimensioniert und zu teuer.

Eingrenzung des Durchstichkorridors

Bei der Suche nach der besten Linienführung standen zunächst zahlreiche Varianten zur Diskussion. Einige fielen aus der Wahl, weil sie mit dem Natur-, Landschafts- oder Grundwasserschutz kollidierten. Als beste Linienführung erwies sich eine Verbindung im Korridor zwischen der Zugerstrasse östlich des Kreisels Sihlbrugg und dem Autobahnanschluss in Horgen. Auf der Zuger Seite soll der Verkehr bei Sihlbrugg abgenommen und nördlich an Walterswil vorbeigeführt werden.

Verbindung von regionaler und nationaler Bedeutung

In ihrem Positionspapier fassen die beiden Kantone die Vorteile der Bestvariante zusammen: Indem die neue Strasse eine leistungsfähige Verbindung zwischen den Autobahnen A3 und A4 herstellt, ist sie sowohl von regionaler als auch von nationaler Bedeutung. Sie entlastet die Gemeinde Hirzel langfristig, nimmt Rücksicht auf die wichtigsten Natur- und Siedlungsräume und bewegt sich kostenmässig in einem vernünftigen Rahmen. Zudem erlaubt sie eine rasche Realisierung.

Vernehmlassung entscheidet über weiteres Vorgehen

Die Kantone Zürich und Zug schicken ihr Positionspapier nun bis Ende März in die Vernehmlassung. Eingeladen zur Stellungnahme sind die involvierten Gemeinden sowie die zuständigen Fachstellen beider Kantone und des Bundes. Nach der Auswertung werden die beiden Kantone das weitere Vorgehen beschliessen. Ziel bleibt es weiterhin, die Linienführung soweit zu konkretisieren, dass sie in die kantonalen Richtpläne von Zürich und Zug eingetragen werden kann.
Quelle Grafik und Text http://www.zh.ch

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Markus
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Beitrag von Markus » Mi Jan 24, 2007 7:31 am

Das mit den Kosten ist ein Argument. Ich könnte eine Lösung befürworten, bei der künftige Erweiterungen nicht verbaut wären.

Notwendigkeit? Sicher grösser als z.B. eine Umfahrung Herisau oder die F21 von Frauenfeld. Aber: Zürich - Zug sollte künftig auf der A4 gefahren werden. Somit bliebe über den Hirzel noch der Verkehr Ostschweiz - Luzern (ist auch heute via Zürich schneller) sowie der Regionalverkehr. Das sollte zu bewältigen sein.

Gruss
Markus

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Beitrag von RMN » Mi Jan 24, 2007 9:04 pm

Genau für Zürich <> Zug gibts ab 2010 ev 2009 die A4
Denke dass der Verkehr Zug/Luzern -> Rapperswil/Pfäffikon/Graubünden eine gute Verbindung verdient hat. Der Hirzel ist immer wieder ein Problem im Winter.

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Beitrag von RMN » Mi Jan 24, 2007 11:07 pm

Und der nächste Bericht:

http://www.nzz.ch/2007/01/24/zh/articleEUP1F.html
...
Der Bereich des heutigen Kreisels Sihlbrugg würde eine Art Scharnier zwischen dem Zuger und dem Zürcher Teil der Verbindung bilden. Damit wäre es grundsätzlich möglich, den Zürcher Teil ohne das Zuger Teilstück zu realisieren
...
Auf der anderen Seite hat der Bundesrat den Hirzel-Strassentunnel ins nationale Grundnetz des Sachplans Infrastruktur Strassen aufgenommen. Folgt ihm das Parlament - die Entscheidung dürfte erst 2009 fallen -, ist die Finanzierung Sache des Bundes
...
Ein Bypass über den Kreisel Sihlbrugg wäre schon wünschenswert.
->Denke vor 2010 fahren da keine Bagger auf

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Beitrag von tipo » Mi Jan 24, 2007 11:19 pm

Hab mich auch sehr gewundert als ich heute im 20 min gelesen habe dass diese Strasse schon 2010 fertiggestellt werden soll.
Ich stimme RMN zu. Ich glaube eine neue Hauptstrasse bringt nicht wirklich viel.
Meiner meinung nach wäre eine zweispurige Autostrasse ideal gewesen. Eine Autobahn ist definitv überdimensioniert.

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Beitrag von Markus » Mi Jan 24, 2007 11:50 pm

Es muss verhindert werden, dass sich die Hauptstrasse später nicht zur Autostrasse umbauen und aufstufen lässt, d.h. Zubringer-Trassees oder Flächen für parallele Langsamverkehrstrassen müssten im Richtplan freigehalten werden. Dies gilt insbesondere für Sihlbrugg und den Kreisel.

Gruss
Markus

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Beitrag von IQ[] » Mi Feb 21, 2007 8:31 pm

Heute bin ich dort gefahren. Es braucht ein lösung für diese Kreiseln dort. Diese strasse braucht sicher für später ein bessere lösung dan die heutigen Strasse.
Christiaan
http://www.roadpics.net (under construction)

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Re: A4a: Projekt Hirzeltunnel

Beitrag von RMN » Mi Mär 25, 2009 12:14 am

Endlich 2 vernünftige Varianten (Ob die hier mitlesen?)
Man sollte mit der zweispurigen Variante starten, da diese doch Kostengünstig ist, aber mit dem Vorbehalt dass ein Vollausbau jederzeit Möglich ist. Auch mit einem Flyover in Sihlbrugg

Zweispuriger Hirzeltunnel am zweckmässigsten
Eine Zweckmässigkeitsbeurteilung der Kantone Zug und Zürich bestätigt die bisherigen Planungsresultate für eine neue Hirzelverbindung. Ein zweispuriger Ausbau mit einer Tunnelröhre wäre demnach am zweckmässigsten. Als Option käme auch ein späterer Bau einer zweiten Röhre in Frage.

Die Kantone Zug und Zürich haben eine wichtige Voraussetzung geschaffen, um den Hirzeltunnel als Verbindung zwischen den Autobahnen A4 und A3 in ihre Richtpläne aufzunehmen. Eine Zweckmässigkeitsbeurteilung bestätigt nämlich die bisherigen Planungsergebnisse, insbesondere die Linienführung und den Ausbaustandard der künftigen Entlastungsstrasse.

Linienführung Walterswil – Horgen

In den vergangenen zwei Jahren haben die Kantone Zug und Zürich in einer gemeinsamen Arbeitsgruppe nach der bestmöglichen Linienführung gesucht. Dabei wurden verschiedene Verbindungskorridore geprüft und der Variantenfächer schrittweise eingegrenzt. Als Bestvariante erwies sich schliesslich eine Verbindung im Korridor zwischen der Zugerstrasse östlich des Kreisels Sihlbrugg und dem Autobahnanschluss in Horgen. Auf der Zuger Seite soll der Verkehr bei Sihlbrugg abgenommen und in einem Tunnel nördlich an Walterswil vorbei bis zum heutigen Autobahnende der A4a geführt werden (siehe Planbeilage).

Zwei Spuren, eine Tunnelröhre

Zum Ausbaustandard der Hirzelverbindung haben sich die Kantone Zug und Zürich bereits Anfang 2007 in einem Positionspapier geäussert. Sie sprachen sich schon damals für eine zweispurige Hauptverkehrsstrasse mit Gegenverkehr aus. Diese Variante mit nur einer Tunnelröhre bringt nicht nur die angestrebte Entlastung für die Gemeinde Hirzel. Sie weist in der Zweckmässigkeitsbeurteilung auch das beste Kosten-Nutzen-Verhältnis auf. Die Studie rechnet mit Baukosten von rund 500 Millionen Franken, Reserven und Landerwerb ausgenommen.

Netzbeschluss Nationalstrasse entscheidend für weiteres Vorgehen

Weiter vertieft wurde auch der Bau einer vierspurigen Hochleistungsstrasse (HLS) mit zwei richtungsgetrennten Tunnelröhren, welche auf rund 1,2 Milliarden Franken zu stehen käme (ohne Reserven und Landerwerb). Das Kosten-Nutzen-Verhältnis wäre im Vergleich zur Zweispurvariante allerdings ungünstiger. Der Bundesrat erachtet die Hirzelverbindung ebenfalls als wichtiges Element der nationalen Ost-West-Achse und schlägt vor, die Hirzelverbindung im Rahmen des Neuen Netzbeschlusses in das Nationalstrassennetz aufzunehmen. Das Bundesamt für Strassen (ASTRA) hat auch in einer früheren Stellungnahme darauf hingewiesen, dass es aus Gründen der Netzredundanz einem 4-Spur-Ausbau möglicherweise den Vorzug geben würde. Die Frage, ob die Hirzelverbindung dereinst ins Nationalstrassennetz aufgenommen wird oder nicht ist also entscheidend für die Variantenwahl und auch für die Finanzierung des Ausbauvorhabens.

Etappierung möglich

Technisch möglich wäre auch die Option, zunächst eine zweispurige Hauptverkehrsstrasse mit einer Tunnelröhre zu bauen und die Verbindung zu einem späteren Zeitpunkt mit einer zweiten Tunnelröhre zu ergänzen. Eine entsprechende Etappierung käme rund ein Prozent teurer, als wenn von Beginn weg eine vierspurige Hochleistungsstrasse gebaut würde.

Wie geht es weiter?

Die nun vorliegende Zweckmässigkeitsbeurteilung wird den betroffenen Gemeinden und den Fachstellen der beiden Kantone Zug und Zürich zur Vernehmlassung zugestellt. In der zweiten Jahreshälfte beginnen die Vorarbeiten, um die nun präzisierte Linienführung der Hirzelverbindung im Verkehrsrichtplan des Kantons Zürich anzupassen und in den Richtplan des Kantons Zug aufzunehmen. Mit diesen koordinierten Richtplaneinträgen wird dann auch der Auftrag erfüllt sein, den der Bundesrat den beiden Kantonen 2005 erteilt hat.
Hier noch ein PDF mit den Plänen
http://www.sk.zh.ch/internet/sk/de/mm/2 ... cument.pdf

Quelle:
http://www.sk.zh.ch/internet/sk/de/mm/2009/064.html

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